Baukosten – wie viel kostet unser Haus?

Mit der Idee, ein eigenes Haus zu bauen, kam auch die nicht unwesentliche Frage nach den Kosten auf. Wie viel kostet ein Haus? Schwer zu beantworten würde man meinen. Hängen die Baukosten doch von vielen Details ab. Wie ist das Grundstück beschaffen? Soll es einen Keller und eine Garage geben? Welche Dachform ist gewünscht? Diese und ganz viele weitere Punkte ergeben doch große Unterschiede in der Kalkulation. Stimmt! Irgendwie aber auch wieder nicht.

 Eine erste Schätzung der Baukosten

Besonders in der Anfangsphase hat sich folgende Formel als sehr hilfreich erwiesen:

Nettonutzfläche x Euro = Hausbaukosten

Welcher Betrag nun bei Euro eingesetzt wird hängt von der Ausstattung ab. Gefragt sind also die Hausbau Kosten pro qm. Im Jahr 2016 ging unser Bankberater noch von 2.250.- Euro pro Quadratmeter Nutzfläche aus. UnserArchitekt empfahl uns 2.500.- Euro einzuplanen.  Man kann annehmen, dass der Architekt eher zu exklusiveren Materialien neigt. Daher verwunderten uns die  unterschiedlichen Angaben nicht. Sehr wohl aber wunderten wir uns als nur zwei Jahre später der Bankmitarbeiter ebenso von 2.500.- sprach und der Architekt seine Schätzung auf 2.800.- Euro erhöht hatte.

Baukosten – Rendering unsers Hauses
Aufgrund der hohen Kosten hat sich der Entwurf zur ersten Version wesentlich verändert. (Bild: ght-plan.at)

Hausbauen ist teuer – heutzutage?

Nicht dass Hausbauen je billig gewesen wäre. In der kürzeren Vergangenheit scheint es jedoch einen besonders  hohen Anstieg bei den Baukosten gegeben zu haben. Die glücklicherweise steigende Konjunktur trägt wohl ihren Teil dazu bei. Bezogen auf die unzähligen Baufahrzeuge die auf den Straßen zu sehen sind und den vielen zu vernehmenden Baukränen könnte man einen regelrechten Bauboom vermuten. Sind die hohen Preise also durch „Angebot und Nachfrage“ begründet? Sicherlich – aber nicht ausschließlich deswegen. Ebenso gestiegen sind nämlich auch die Ansprüche der Bauherren und Bauherrinnen. Ein großer Teil der Kosten entsteht heutzutage durch Dinge die man sich früher nicht leisten konnte oder die es einfach nicht gab. Sei es eine Haussteuerung, flächenbündige Türrahmen, fugenlose Bäder, hochwertige Armaturen und vieles mehr. Großartige Möglichkeiten die ihren Preis haben.

Unser Tipp: Zuerst das Budget festlegen und dann Angebote einholen.

Wer sich von einem Lieferanten nur die teuersten Produkte vorführen lässt, darf sich über die Höhe der Angebotssumme nicht wundern. Gibt man hingegen zu Beginn an einen Budget-Rahmen bekannt, grenzt man die Produktvielfalt ein und erhält schneller ein preisrelevantes Angebot. Der Budgetrahmen sollte gegenüber dem Verkäufer etwas niedriger angesetzt werden. Nach oben kann man preislich gesehen nämlich immer noch gehen.

Hausbauen ist Vertrauenssache

Der Entschluss ein Haus zu bauen ist gerade erst gefasst, flattern bereits die ersten Rechnungen ins Haus. Manche davon eher unerwartet. Ab jetzt stellt man sich als Bauherr die Frage ob sich das alles finanziell ausgehen wird. Könnten unerwartete Kosten auftreten? Die Antwort lautet: Ja!

Unser Tipp: Vertraue auf dein Bauchgefühl

Für Bau-Laien wie wir es sind ist das Thema Hausbau eine regelrechte  Wissenschaft. Gerade deswegen sollte man bei der Auswahl der Unternehmen auch auf das eigene Bauchgefühl hören. Wer sich nur nach dem günstigsten Angebot richtet, wird später oft mit erheblichen Zusatzkosten überrascht. Manchmal kennt man sogar Mitarbeiter von regionalen Bauunternehmen. Das schafft Vertrauen und auch eine gewisse Verbindlichkeit.

Polier und Baumeister erklären den Bauplan
Polier Markus und Baumeister Georg machen manches für mich verständlich.

 

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14 Antworten auf „Baukosten – wie viel kostet unser Haus?“

  1. Vielen Dank für die Einblicke in euer Bauvorhaben. Wir werden diesen Sommer zum erste Mal bauen. Ich kann es gar nicht erwarten und die Blog anderer Bauherren helfen mir sehr mich mit dem Bauunternehmen zu arrangieren.

    1. Lieber Ferdinand! Danke für deinen Kommentar! Da wir dieses Wochenende in unser neues Haus einziehen, kann ich mit voller Überzeugung sagen, es zahlt sich aus! Ich wünsche euch viel Erfolg und Freude mit eurem Projekt! 😉

  2. Treffend gesagt: Hausbauen ist Vertrauenssache! Habe ein Grundstück vom Onkel geerbt. Möchte darauf was für die Zukunft bauen lassen. Vielleicht auch mit den Eltern, damit alles unter einem Dach wären. Welche Baugenehmigungen sind für Start-up benötigt? Wie lässt sich der Grundriss sinnvoll einteilen, damit alles Platz findet? Sammle Ideen. Besten Dank im Voraus!

    1. Hallo finn! Hoffe ihr seid bereits gut weitergekommen mit eurem Hausbau-Projekt! Du hast völlig recht, am Anfang ist es sinnvoll sich möglichst viele Informationen und auch Meinungen einzuholen. Irgendwann kommt dann aber der Punkt, an dem man entscheiden muss – sei es die Heizung, der Baustoff, die Dachform. Keine Sorge, es wird schon die richtige Entscheidung sein!
      Liebe Grüße, Andreas von baustory.at

  3. Das Engagieren des richtigen Bauunternehmens kann sicherlich die Baukosten, aber eben auch die Qualität beeinflussen. Die von Ihnen gezeigte Formel über die Wohnfläche zu argumentieren sehe ich etwas kritisch an. Selbst als Faustregel scheint dies eine sehr grobe Schätzung zu sein die wenig hilfreich ist, da sie unabhängig von Standort, Einrichtung denselben Wert liefert.

    1. Hallo Estefania! Danke für deinen Kommentar. Richtig, die im Beitrag genannte Formel ist nicht mehr als eine grobe Faustregel. Als erstes Rechnung bei der Frage „können wir uns ein Haus überhaupt leisten“ ist sie aber hilfreich. Ehrlich gesagt, bei unserem Hausbau-Projekt hat es schlussendlich tatsächlich gestimmt.
      Liebe Grüße, Andreas von baustory.at

    1. Liebe Julia! Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich wünsche dir alles, alles gute für euer Hausbau-Projekt! Hoffe dieser Blog hilft euch ein wenig dabei!
      Liebe Grüße, Andreas von baustory.at

  4. Die erste Schätzung der Baukosten haben wir gemeinsam mit dem Baumeister vorgenommen. Wie Sie bereits anführen, kommt es beim Schätzen eben auf die verwendeten Materialien und Dienstleister an. Ich denke, dass man unbedingt vorher die Optionen vergleichen und abwägen sollte, damit man möglichst günstig ein hochwertiges Haus bauen kann. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

  5. Wir haben uns für den Bau unseres Hauses nun mit unserem Baumeister für die Planung verabredet. Ich denke, dass man pauschal nur sehr schwer die Kosten abschätzen kann. Wie Sie bereits sagen, sollte man vor dem Einholen der Angebote sein Budget festlegen. Vielen Dank für die Infos und Anregungen!

    1. Hallo Svenja! Danke für deinen Kommentar! Mit der genannten Formel (Nettonutzfläche x Euro = Hausbaukosten) kann man natürlich nur eine erste ungefähre Schätzung vornehmen. In einer sehr frühen Phase kann man so feststellen, ob sich ein Hausbau finanziell ausgehen wird. Liebe Grüße, Andreas von baustory.at

  6. Der Tipp zuerst das Budget festzulegen ist sehr gut. Wir wollen ein Haus bauen lassen und bemerken jetzt schon wie viele Sachen man vergessen kann. Es gibt z.B. Nebenkosten die man auch zahlen muss. Alles soll ins Budget passen.

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